Den Ausdruck „Studis“ kennen wir ja schon sehr lange, aber „Lesis“, „Beamtis“, „Bewohnis“ … ? Klingt jedenfalls schon mal sehr lustig.
Die ecke-Redaktion ist mit einem „Gender-Experiment“ in dieser neuen Ausgabe interessiert an Ihrer Meinung .. und freut sich über Ihre Post! Und Shitstorm .. 3 – 2 – 1 los …
Die Themen in dieser „ecke“
Liebe Lesis!
Wir gendern in dieser Ausgabe testhalber mit dem „kleinen i“
Seit August 2021 ist der Stadtteilladen dialog 101 in der Köpenicker Straße 101/Ecke Heinrich-Heine-Straße wieder für die regelmäßigen Beratungsangebote und Sprechstunden geöffnet – natürlich mit Hygienekonzept.
Die Offene Mieterberatung findet jeden Montag von 15 bis 18 Uhr statt, die Sprechstunde der Gebietsbetreuung jeden Dienstag von 14 bis 18 Uhr.
Außerdem trifft sich in den Räumen des dialog 101 einmal monatlich die Betroffenenvertretung des Sanierungsgebiets Nördliche Luisenstadt (jedenfalls, sofern die Treffen derzeit nicht ausschließlich als Videokonferenz online stattfinden), und Mittwoch nachmittags werden die Räume für eine öffentliche Nähwerkstatt genutzt.
Auf dem Areal des Postfuhramts erfolgen die ersten Abrisse
Auf dem Areal des ehemaligen Postuhramts beginnen derzeit (Sommer 2021) die bauvorbereitenden Arbeiten.
Wie in der letzten ecke-Ausgabe berichtet, plant hier ein irischer Investor ein umfangreiches Bauvorhaben unter teilweiser Einbeziehung der historischen Substanz.
Die künftige Mischnutzung aus Wohnungen, Büros sowie Einzelhandels-, Gastronomie- und Kultureinrichtungen wird ergänzt mit einer Kita mit 45 Betreuungsplätzen.
Die imposante Generatorenhalle soll aufgestockt und künftig für Gewerbe, Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt werden.
Die ALLIANZ NEUE WAISENBRÜCKE lädt zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion auf die Stufen der Spreeterrasse am Märkischen Platz vor dem Märkischem Museum.
Am Dienstag, den 7. September 2021 ab 18.00 Uhr wird geredet und Bürger befragen Politiker:
„Lebensqualität und Nachhaltigkeit für Berlins alte Mitte:
Wann steht die Neue Waisenbrücke?“
Sie sind herzlich eingeladen dabei zu sein, wenn sich vor der Wahl PolitikerInnen den Fragen der BürgerInnen stellen.
Damit die Sanierungsziele in unseren Quartieren – der Nördliche Luisenstadt, dem Historischen Hafen, Klosterviertel und Nikolaiviertel – Priorität bekommen.
Damit die Neue Waisenbrücke bis 2025 als Fuß- und Radwegbrücke steht.
Sich die alten Kieze über die Spree hinweg attraktiv verbinden und nachhaltig entwickeln.
Damit Klimawende, Verkehr, Stadtentwicklung, Freizeit und Kultur in Einklang kommen.
Zugesagt haben die in unserem Wahlkreis für das Berliner Abgeordnetenhaus direkt kandidierenden Politikerinnen und Politiker:
Imke Elliesen-Kliefoth (Linke)
Lucas Schaal (CDU)
Max Landero (SPD)
Michael Bahles (FDP)
Stefan Lehmkühler (Grüne).
Die Moderation liegt beim Stadthistoriker Dr. Benedikt Goebel.
Veranstalter der Podiumsdiskussion ist die ALLIANZ NEUE WAISENBRÜCKE.
Hintergrund
Die ALLIANZ NEUE WAISENBRÜCKE wurde initialisiert von der Betroffenenvertretung im Sanierungsgebiet Nördliche Luisenstadt und der Stiftung Stadtmuseum Berlin.
Die Allianz wird unterstützt vom einem breiten Bündnis u.a. Bürgerverein Luisenstadt e.V., Historischer Hafen Berlin, BUND, Changing Cities, Planungsgruppe Stadtkern Berlin, Freunde und Förderer des Stadtmuseums Berlin e.V.
Eine Forderung der Allianz an den Senat ist die zügige Errichtung der seit 10 Jahren vorgesehenen Neuen Waisenbrücke. Und die dafür bereits eingeplanten Sanierungsgelder nicht verfallen zu lassen. Zum diesjährigen symbolischen Brückentag der Allianz am 14. Mai 2021 markierten Schiffe des Historischen Hafens die Lage der alten und neuen Waisenbrücke auf dem Wasser.
RBB Abendschau und die Tageszeitungen berichteten.
Termin
Kommen Sie zahlreich!
Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich willkommen.
Dienstag, 7. September 2021 ab 18.00 Uhr
Open-Air-Ort: Stufen der Spreeterrasse am Märkischen Platz
vor dem Märkischem Museum (Wallstr. 57, Mitte)
(Bei schlechtem Wetter wird ein alternativer Ort kurzfristig bekannt gegeben.)
Bürger fragen Politiker Podiumsdiskussion zur Waisenbrücke
Am Dienstag, dem 7. September, lädt die „Allianz Neue Waisenbrücke e.V.“ alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion ein. Unter dem Motto »Bürger fragen Politiker« soll es um mehr Lebensqualität und Nachhaltigkeit für Berlins alte Mitte gehen – und natürlich darum, wann die neue Waisenbrücke gebaut wird.
Zugesagt haben die in diesem Wahlkreis für das Berliner Abgeordnetenhaus direkt kandidierenden Politikerinnen und Politiker: Imke Elliesen-Kliefoth (Linke), Lucas Schaal (CDU) Max Landero (SPD), Michael Bahles (FDP) und Stefan Lehmkühler (Grüne).
Die Moderation liegt beim Stadthistoriker Dr. Benedikt Goebel. Veranstalter der Podiumsdiskussion ist die „Allianz neue Waisenbrücke“. Sie wurde initiiert von der Betroffenenvertretung Nördliche Luisenstadt und der Stiftung Stadtmuseum Berlin. Sie wird unterstützt vom einem breiten Bündnis, u.a. vom Bürgerverein Luisenstadt e.V., Historischer Hafen Berlin, BUND, Changing Cities, Planungsgruppe Stadtkern Berlin, Freunde und Förderer des Stadtmuseums Berlin e.V.
Eine Forderung der Allianz an den Senat ist die zügige Errichtung der seit zehn Jahren vorgesehenen Neuen Waisenbrücke. Zum diesjährigen symbolischen Brückentag der Allianz am 14. Mai 2021 markierten Schiffe des Histo-rischen Hafens die Lage der alten und neuen Waisenbrücke auf dem Wasser, die Abendschau des RBB und Tageszeitungen berichteten darüber.
Podiumsdiskussion
„Bürger fragen Politiker“ am Dienstag, 7. September ab 18 Uhr.
Ort: OpenAir auf den Stufen der Spreeterrasse am Märkischen Platz vor dem Märkischem Museum (Wallstraße 57, Mitte)
Fischen im Trüben
Dem Engelbecken droht die Überdüngung, wie ein Gutachten nun bestätigt – es gibt nicht nur zu viel Phosphat, sondern auch zu viele Fische
ecke März 2021
Tempo 30 für die Köpenicker
Anwohner können Ihr Anliegen jetzt an die Senatsverwaltung richten
Waisenbrücke
„Brückentag“ und Wettbewerb
Städtebündnis gegen Airbnb
Mitte kämpft gegen Müll
Sperrmüllaktionstage 2021 im Bezirk
Schrottimmobilie Köpenicker 141
Luftreinigungsgeräte für Schulen in Mitte
Wohnungen und Büros statt Autohandel
An der Köpenicker Straße soll in Nachbarschaft zum Deutschen Architekturzentrum (DAZ) ein Neubauvorhaben realisiert werden
Ursprünglich befand sich am Ort der Waisenbrücke der Oberbaum, mit dem nachts die Durchfahrt für Schiffe gesperrt wurde. Neben dem Oberbaum wurde 1703 eine hölzerne Jochbrücke errichtet.
Anfangs wurde sie Brücke nach Neu Cölln, später Blocksbrücke genannt. Diese hatte im 18. Jahrhundert sehr große Bedeutung für die Stadt, was nicht zuletzt an den großzügigen Maßen von 83 Metern in der Länge und 6,90 Metern in der Breite lag.
Der mögliche Neubau der verschwundenen Waisenbrücke war wiederholt TOP auf der ersten Online Sitzung der BV am 17. November 2020.
Es wurde diskutiert, wie die Ideen aus dem Gespräch mit Paul Spies, Museumsdirektor auch des anliegenden Märkischen Museums, weitergetragen können.
Zum Thema geben wir hier den folgenden Artikel der ecke-Redaktion wieder, damit wird das Thema nebenbei auch suchmaschinenfreundlich und kann ein größeres Publikum erreichen.
Auszug aus der ecke No. 5
Paul Spies zu Gast bei der Betroffenenvertretung Nördliche Luisenstadt
Die Waisenbrücke ist einer der nicht mehr existierenden Orte in der Nördlichen Luisenstadt. Dabei gibt es viele Bemühungen, den Bau einer „neuen Waisenbrücke“ anzustoßen.
Auf Einladung der Betroffenenvertretung (BV) Nördliche Luisenstadt war im September 2020 Paul Spies, Direktor des Stadtmuseums Berlin, als Gast in die Beratung gekommen.
Die BV wollte mit ihm Möglichkeiten besprechen, wie das Thema Waisenbrücke in die Öffentlichkeit gebracht werden könne. Bei der zuständigen Senatsverwaltung Umwelt, Verkehr und wird der Neubau der Waisenbrücke nicht favorisiert, weil die Reparatur andere Brücken dringender ist und die Brückenbaukapazitäten nicht ausreichen.
Aus der Sicht des Museumsdirektors allerdings ist die Wiedererrichtung der Waisenbrücke an historischer Stelle sehr wünschenswert und auch dringlich.
Die Waisenbrücke würde beide Standorte des Stadtmuseums im Nikolaiviertel und am Märkischen Platz direkt miteinander verbinden und den Stadtraum um das Märkische Museum erheblich aufwerten. Bis zum Jahr 2025 wird das Märkische Museum rekonstruiert und das daneben befindliche Marinehaus ausgebaut.
Zur Wiedereröffnung des Märkischen Museums wäre die gleichzeitige Einweihung einer neuen Fußgänger- und Radfahrerverbindung Waisenbrücke ein sehr wünschenswertes Ziel.
Paul Spies merkte an: „Ich hätte nie gedacht, dass ich mich neben der Neugestaltung des historischen Stadtmuseums mit seinen vielen Standorten und den neuen Aufgaben an verantwortlicher Stelle im zukünftigen Humboldtforum auch noch um Brücken kümmern muss und als Stadtplaner gefordert bin.“
In der Diskussion stimmten alle Teilnehmer der Beratung dem Vorschlag zu, einen Aktionstag im nächsten Jahr zu veranstalten. Möglichst viele interessierte Institutionen sollten zur Teilnahme gewonnen werden, die einen „Brückentag Waisenbrücke“ zu einem Ereignis mit Fest und Unterhaltungscharakter gestalten können.
Paul Spies schlug einen Marsch vom Humboldtforum über das Rolandufer bis zum Brückenkopf der früheren Waisenbrücke vor, dort könnten dann beispielsweise Akrobaten am Seil die Spree überqueren. Wasserrutsche, Tretboote, kleine Boote vom Historischen Hafen, Musik, Catering, Künstlerauftritte… vieles wäre denkbar.
Wichtig sei dabei, da waren sich die Teilnehmer einig, politisch Verantwortliche zu erreichen, die sich für eine Realisierung eines Brückenneubaus einsetzen wollen, um eine Beschleunigung der Planungen zu bewirken.
Einen ersten Terminverschlag gab es auch schon: Freitag, der 14. Mai 2021, der Brückentag zwischen Himmelfahrt und Wochenende.
Quelle: us/ecke köpenicker No. 5 2020
Abbildung oben: Die Waisenbrücke im Stadtmodell der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, diese steht für Besucher offen Am Köllnischen Park 3, 10179 Berlin.
Abbildung unten: Die Waisenbrücke auf einer Ansichtskarte aus dem Jahr 1904, aufgenommen vom Standort der heutigen Jannowitzbrücke. Links das Märkische Museum.