Schlagwort-Archive: Geschichte der Luisenstadt

War einmal. „Die schönste Straße auf der Luisenstadt …“

„Die schönste Straße auf der Luisenstadt ist unstreitig die Cöpnicker, die von der Neuen Jacobstraße an über das Feld, mit der Spree gleichlaufend, bis an das Schlesische Thor führt, ursprünglich die Heerstraße nach Cöpnick war und daher noch heute ihren Namen hat“, so schrieb J. F. Bachmann 1838 in seinem Buch „Die Luisenstadt“.

Bereits 1589 ließ Kurfürst Johann Georg diese Straße zu seinem neugebauten Jagdschloß in Köpenick anlegen. Die häufigen Überschwemmungen durch die Spree verhinderten lange eine Bebauung.

Vorwiegend Holzplätze erstreckten sich zur Spree, Gärtnereien befanden sich auf der anderen Straßenseite. Erst nach 1850 erfolgte eine durchgängige Bebauung. Die Bomben des Zweiten Weltkrieges und der Bau der Mauer schlugen tiefe Wunden.

War einmal. „Die schönste Straße auf der Luisenstadt …“ weiterlesen

#zelleberlin: Vor 80 Jahren – Feuersturm über der Luisenstadt

Vor genau 80 Jahren, am 3. Februar 1944, erlebte Berlin den schwersten Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg. 958 Flugzeuge der US-Airforce überflogen die Stadt – ihr Ziel war das Zeitungs- und Regierungsviertel. Überall brannte es, Tausende wurden unter den Trümmern ihrer Häuser begraben und starben. Und da war die zentral gelegene Luisenstadt auch schwer betroffen.

#zelleberlin: Vor 80 Jahren – Feuersturm über der Luisenstadt weiterlesen

Das war die Luisenstadt – so viele Rückblicke in Filmen

Youtube ist eine beachtenswerte, riesige Fundgrube für Liebhaber von historischen Rückblicken in vielen, sehr unterschiedlichen Dokumentarfilmen, die nur hier öffentlich zugänglich sind.

Sogar dem rbb genügt die eigene Mediathek bei der ARD nicht aus und stellt viele Berlin-Archiv-Zusammenschnitte bei Youtube ein.

Die geteilte Luisenstadt gehört ja seit dem Mauerfall zum Stadtbezirk Friedrichshain-Kreuzberg, das war also früher der Teil „Kreuzberg 36“.

Das war die Luisenstadt – so viele Rückblicke in Filmen weiterlesen

In der Luisenstadt: Der Köllnische Park und seine Geschichte

Bär ohne im Morast - Foto: F. Hennig
Bär im Köllnischen Park – ohne Morast. – Foto: F. Hennig

Berlin war von 1683 bis 1740 eine Festung mit allem, was dazugehört. Ein Sandwall wurden dafür aufgeschüttet, dadurch entstand davor ein Graben. Der Graben wurde geflutet und fertig war der Festungsgraben.

Dahinter waren 13 Bastionen, die pfeilförmig weit aus den Festungsmauern herausragten. Der Schaft eines solchen Pfeils hieß Flanke. Die beiden vorderen Seiten einer Bastion, Facen genannt, liefen im Bastionswinkel zusammen, dem Saillant.

Die Berliner Festung und sein Graben sind sehr typische Bauwerke für die spätere deutsche Hauptstadt, da sie teuer und sinnlos waren.

In der Luisenstadt: Der Köllnische Park und seine Geschichte weiterlesen

Die Grenzen der Luisenstadt – Zwischen Spree, Lindenstraße und U1

Es ist immer noch nicht gelungen, die „Luisenstadt“ in den Stadtplänen zu platzieren. Auch Schilder an den Stadtteilgrenzen fehlen. So ist es nicht verwunderlich, dass nur Historikern, Stadtplanern und hoffentlich auch einigen Bewohner selbst die Luisenstadt ein Begriff ist.


Der Stadterzähler Falko Henning beschreibt in der neuen „ecke köpenicker“ die Geschichte der Luisenstadt genauer:

„Kaum jemand weiß, was eigentlich genau die Luisenstadt war oder ist. Denn die Luisenstadt ist nur noch ein historischer Stadtteil – seit über 100 Jahren gibt es offiziell keine Luisenstadt mehr. Sie wurde auf die damals neu festgelegten Verwaltungsbezirke Mitte und Kreuzberg aufgeteilt. Die Grenzen der Luisenstadt – Zwischen Spree, Lindenstraße und U1 weiterlesen

Die Luisenstadt in der History App

Auch die Geschichte der „alten“ #Luisenstadt ist in der tollen Berlin-History-App zu finden.

Das werbefreie, unkommerzielle und Unruhestand-Projekt von Rainer Klemke (75) feiert nun schon fünfjährigen Geburtstag.

Es wurde vielfach ausgezeichnet und für noch viel mehr Auszeichnungen nominiert.

Hier wird Geschichte vor der eigenen Haustür wird lebendig. 

Ehrenamtliche um den Berlin-Experten Klemke arbeiten mit 60 Gedenk- und Kulturstätten zusammen. Der Erfolg braucht aber jetzt Unterstützung – helfen Sie mit.

Die Luisenstadt in der History App weiterlesen

#ZelleBerlin – Der Tunnelbunker unter der Dresdner Straße

Im März 2023 besuchte rbb Reporter Ulli Zelle den versteckten Tunnelbunker unter der Dresdner Straße, der sich von Kreuzberg (West) über fast einen halben Kilometer bis nach Mitte (Ost) erstreckte.

Hier haben bis zu 9.000 Menschen im Zweiten Weltkrieg Schutz vor den Bomben gesucht.


Verfüllt, nicht verfüllt?
Unterwelten e. V. bringt etwas Licht ins Dunkel. Wir zitieren:
„Die verfüllte Anlage in der Dresdner Straße ist nur ein kleiner Teil der gesamten Anlagen. Ein großer Teil der Anlage wurde nicht verfüllt, und somit wird der Teil im Bezirk Mitte den Besuchern wieder begehbar gemacht. Der kleine Teil im Bezirk Kreuzberg wurde 2015 verfüllt.
Der Zugang zu der Anlage ist zwischen Alfred-Döblin-Platz und Heinrich-Heine-Straße.“
Na, das schauen wir uns am Unterweltentag aber mal genauer an. 😃

UPDATE

Auch Volker Hobrack war inzwischen dort unten und schreibt uns diesen Bericht


Der Verein „Berliner Unterwelten“ hat inzwischen die Erlaubnis erhalten, den Bunker als Denkmal öffentlich zugänglich zu machen.

Ein anderer Tunnel als Tunnelanlage etwas nördlicher in der Dresdner Straße ist erstmalig am 24. Juni 2023 begehbar, in der Langen Nacht der Unterwelten (11 Standorte für 10/15/25 Euro incl. VBB Ticket).

Ein 2-Minuten-Beitrag von Ulli Zelle aus der Serie #ZelleBerlin (immer sonntags in der Abendschau).

#ZelleBerlin – Der Tunnelbunker unter der Dresdner Straße weiterlesen

Kotti Island – Ein Kunstprojekt soll die Gegend um das Kottbusser Tor aufwerten

Im TSP Checkpoint vom 16. Januar 2023
schreibt Lorenz Maroldt – Zitat:

„Berlinbesuch – Jeder echte Berlin-Trip braucht einen Abstecher zum Kotti.

Für einen Besuch, der über die Klischees hinausragt, hat das Kunstprojekt „Kotti Island“ eine alternative Stadtführung konzipiert:

An 14 Stationen rund um das Kottbusser Tor haben Berliner Künstler:innen Medieninstallationen zugänglich gemacht, in denen die Geschichten des Ortes erzählt werden – von Musikvideos zu Interviews aus den Kneipen um die Ecke. Ausstellungsorte sind nicht zuletzt Spätis, Friseurläden und Baklava-Bäckereien.

Kotti Island – Ein Kunstprojekt soll die Gegend um das Kottbusser Tor aufwerten weiterlesen

Last Call: Märkisches Museum – Noch freier Eintritt im Dezember 2022

Der folgende Beitrag erschien als Artikel in der Stadtteilzeitung „ecke köpenicker Nr. 5 November Dezember 2022“ – Viele der genannten Termine liegen inzwischen in der Vergangenheit – besuchen Sie die Website des Märkischen Museums für eventuelle Aktionstermine im Dezember 2022. Link siehe unten.


Wir haben nachgefragt – die im Online Ticketshop angebotenen „0-Euro-Tickets“ sind nicht erforderlich! Gehen Sie einfach jederzeit zu den Öffnungszeiten hin.


Bald beginnt die umfangreiche Sanierung des Museums, das dann bis ca. 2026 geschlossen sein wird

Dem Märkischen Museum steht in den kommenden Jahren eine längst notwendige, umfangreiche Sanierung inklusive Umbauten bevor, deshalb wird das Haus in den nächsten Jahren geschlossen sein.

Eine Wiedereröffnung ist erst 2026 geplant.

Bis dahin fällt auch der gesamte Publikumsverkehr weg. Ziel des Umbaus ist auch die Herstellung von Barrierefreiheit im denkmalgeschützten Gebäude, das Ende des 19. Jahrhunderts nach Plänen von Stadtbaurat Ludwig Hoffmann errichtet worden war. Zentral wird der Einbau eines neuen, alle Ebenen erschließenden Treppenhauses sein.

Last Call: Märkisches Museum – Noch freier Eintritt im Dezember 2022 weiterlesen

Dienstag 13. Dez: „225 Jahre Heinrich Heine“ Geburtstagsfeier mit Punsch im dialog 101

Der Publizist und Autor zahlreicher Berlin History Bücher, Michael Bienert, ist Hauptakteur bei einem

„Erzählabend zu Heinrich Heine in Berlin“

am Dienstag, den 13. Dezember 2022 ab Einlass 18 Uhr, Beginn 18.30 Uhr.

im Stadtteilzentrum dialog 101, das ist Heinrich-Heine / Ecke Köpenicker Straße in der #Luisenstadt Nord.

Vorbereitet für diesen vorweihnachtlichen Abend werden von den Veranstaltern auch Punsch und Sandwiches.

Eintritt und Punsch und Sandwiches sind kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Dienstag 13. Dez: „225 Jahre Heinrich Heine“ Geburtstagsfeier mit Punsch im dialog 101 weiterlesen